Retention Policies in M365: aufbewahren oder löschen – wer entscheidet?
Manche Daten müssen aufbewahrt werden (steuerliche Pflichten), andere müssen zwingend gelöscht werden (GDPR). Retention Policies regeln das automatisch – vorausgesetzt, sie sind richtig eingerichtet.
Retention Policies in Microsoft Purview legen fest, wie lange Inhalte in M365 gespeichert bleiben. Ohne Policies wird alles unbegrenzt aufbewahrt – was in der Regel GDPR-widrig und speicherkostentreibend ist.
Policy-Kategorien
- Retain: Inhalte dürfen nicht gelöscht werden – mindestens X Jahre aufbewahren.
- Delete: Inhalte werden nach X Jahren automatisch gelöscht.
- Retain then delete: X Jahre aufbewahren, danach löschen. Am häufigsten genutzt.
Beispiele für KMU
- E-Mail: 7 Jahre Retain then Delete (entspricht der steuerlichen Aufbewahrungspflicht).
- Teams-Chat: 2 Jahre Retain then Delete (entspricht ISO/GDPR-Richtlinien).
- SharePoint-Seiten für Kundenprojekte: 5 Jahre nach Projektabschluss.
- OneDrive ausgeschiedener Mitarbeiter: 90 Tage nach Offboarding (entspricht 30-Tage-Regel + Archiv).
Lizenz
Basis-Retention ist in Business Premium enthalten. Erweiterte Funktionen (automatisch angewendet via Machine Learning) erfordern E5. Für KMU ist die Basislizenz mehr als ausreichend.
Risiken
- Zu aggressive Delete-Policies können Legal Holds im Streitfall verhindern.
- Zu konservative Retain-Policies können zum GDPR-Problem werden (zu lange Speicherung personenbezogener Daten).
- Policies benötigen 1–7 Tage, um mandantenweit aktiv zu werden – zuerst in kleinem Umfang testen.
Siehe auch: Aufbewahrungsfristen Personalakte, GDPR-Compliance-Grundlagen.
Volledige gids: Gobernanza de Microsoft 365 para pymes — pragmática, no perfeccionista
Dit artikel is onderdeel van onze uitgebreide Microsoft 365 & Entra ID-gids. Lees de pillar voor het complete plaatje.
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